Das Menschenbaby - Babys müssen umsorgt werden

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Babys kommen nur mit einer Fähigkeit auf die Welt – die Fähigkeit Gefühle der Zärtlichkeit und Fürsorge bei anderen Menschen hervorzurufen, insbesondere und speziell bei ihren Müttern. Alles in einem Baby ist dafür gemacht, diese Art der Erwiderung auszulösen. Es ist klein, weich, angreifbar, harmlos und in Anspruch nehmend. Sein Bedürfnis nach Fürsorge und Schutz ist offensichtlich. Der Schrei des Babys macht seine Mutter (und andere Menschen) besorgt. Er ist ein Notsignal, das emotional gesunde Menschen mit dem Drang zu helfen, erwidern wollen. Mutter und Kind sind zunächst wie Fremde, aber die Mutter, die sich selbst als Lebensversicherung für das Kind versteht, baut eine untrennbare Einheit auf, in der jeder Teil des anderen ist. Die Mutter wird der Jemand, der es möglich für das Baby macht zu überleben und sich weiter zu entwickeln nach der Geburt.

Ein Baby wird kurz nach der Geburt zu lächeln beginnen, angenehme und einnehmend glückliche Geräusche von sich geben, seine Mutter erkennen und erforschen, um dann zu lachen, sich ausstrecken sie zu berühren und umarmen, alles tun, das die liebevolle Anziehung der Mutter zu ihm steigert. Es wird zeigen, dass es genießt, mit seiner Mutter zusammen zu sein, dass es ihr Nahe sein will, dass es kein Fremder ist, sondern ein freundliches, soziales Wesen, das alle menschlichen Emotionen hat, wie seine Mutter. Mutter und Baby sind nach der Geburt zwar strukturell getrennt, d. h. nicht mehr durch die Plazenta verbunden, sie sind jedoch nicht physisch oder emotional getrennt. Sie entwickeln sich zu einem stillenden Paar, Tag und Nacht in engem körperlichen Kontakt – ein Paar, dessen Gefühle und Launen miteinander korrespondieren. Eine Mutter lächelt, wenn ihr Baby lächelt, lacht, wenn ihr Baby lacht, ist verstört, wenn ihr Baby verstört ist, ist zufrieden, wenn ihr Baby zufrieden ist, und traurig, wenn ihr Baby unglücklich ist. Ein Baby lächelt, wenn seine Mutter lächelt, lacht, wenn sie Geräusche der Freude macht, ist verunsichert, wenn seine Mutter verunsichert ist, es ist verstört, distanziert, ärgerlich oder nicht zugänglich, wenn es bei ihr sein will und sie nicht da ist. Die Mutter-Kind Beziehung, ist wegen ihrer körperlichen Intimität, der starken gegenseitigen Abhängigkeit, und der Notwendigkeit eine Einheit zu bilden hinsichtlich Funktion, Zusammenarbeit, Einfühlung und Identifikation, wohl die sozialste aller menschlichen Beziehungen. Keine andere Beziehung, inklusive der eines erwachsenen Paares, fordert die Vorstellungskraft, das Einfühlungsvermögen in die andere Person so heraus, denn die Beziehung ist zunächst nonverbal und verläuft für weitere Jahre auf geringem verbalen Niveau. Ein Baby kann sich nicht sprachlich ausdrücken, wer es ist, was es fühlt oder was es braucht oder wünscht. Die Mutter muss sich an die „vergessene Sprache“, die nonverbale Kommunikation herantasten, die einst der einzige Weg des Menschen war (bevor sich die Sprache entwickelte), sich seiner Gefühle auszudrücken.

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