Das Menschenbaby - Bedürfnisse und Bezugspersonen

Beitragsseiten

Mütter sind biologisch und genetisch dafür gemacht, ihre Babys zu umsorgen. Die Mutter eines Neugeborenen hat alles, was Babys brauchen – Arme, um es zu halten, Brüste mit Muttermilch, die es ernähren und trösten, einen Körper, um ihn mit dem Baby zu teilen, eine Person, die das Baby schützt und für es da ist. Sie ist jemand, die mit den Fähigkeiten und den speziellen Eigenschaften ausgerüstet ist, die es ihrem Baby ermöglichen zu überleben und sich normal zu entwickeln, nach dem es geboren wurde. Mutter und Kind entwickeln sich nicht getrennt, sondern gemeinsam. Die Mutter ist die andere Hälfte des Wachsens, ein Prozess, der mit der Empfängnis beginnt und sich viele Jahre nach der Geburt fortsetzt. Obwohl Mutter und Kind nach der Empfängnis eigenständige Individuen sind, entwickeln sie sich als Einheit. Donald Winnicott, der englische Psychologe, sagte: „Es gibt nicht das Baby schlechthin, immer nur das Baby und noch jemand.“  Diese Aussage trifft die Realität des Menschenbabys auf den Punkt – eine Realität, die oft übersehen wird in unserer Gesellschaft, weil Babys unzulässiger Weise von der Geburt an, als eigenständige Individuen wahrgenommen werden.

Es ist nicht möglich vollständig das Menschenbaby oder seine Entwicklung zu verstehen, wenn man es getrennt von denjenigen betrachtet, die es versorgen. Es hat niemals ein Baby gegeben, das ohne die Hilfe und Unterstützung durch einen anderen Menschen – von extremen und unbewiesenen Ausnahme abgesehen, in denen Menschenbabys angeblich von Tieren aufgezogen worden sind – existieren konnte. Diese Menschen waren abnormal entwickelt, als sie gefunden wurden. Deswegen erscheint die Schlussfolgerung zulässig, dass ein menschliches Wesen sich ohne die Fürsorge von anderen Menschen abnormal entwickeln würde. Wenn wir also über Babys und ihre Bedürfnisse reden, dann müssen wir immer auch über die Mütter oder diejenigen, die diesen Platz einnehmen, reden. Die individuellen Bedürfnisse von Babys und was aus Babys einmal werden wird, ist nicht nur in ihren Genen festgeschrieben, sondern hängt sowohl von denjenigen ab, die für sie sorgen, als auch in welcher Gesellschaft sie aufwachsen.

Weitere Informationen

Diese Website verwendet Cookies, um Ihren Besuch möglichst benutzerfreundlich zu gestalten. Durch die weitere Nutzung stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.