Das Menschenbaby

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Zärtlichkeit gab es bei unseren Urahnen längst bevor sie lernten, mit dem Feuer umzugehen oder Steine zu schleifen.

(Lewis Mumford, The Conduct of Life)

Das Menschenbaby ist ein hilfloses Wesen zum Zeitpunkt seiner Geburt. Es ist praktisch unbeweglich, kann weder krabbeln, noch laufen, noch sprechen, und ist im hohen Maße eingeschränkt was seine Fähigkeit betrifft, mit Absicht zu handeln.  Im Gegensatz zu anderen Primaten kann es sich nicht einmal an seiner Mutter festhalten oder anklammern. Es muss getragen werden, wenn es von einem Ort zum anderen gelangen soll. 75 % seines Gehirns entwickelt sich erst nach der Geburt. Es kann nicht überleben, ohne die Hilfe von anderen Menschen. Jahre der Entwicklung vergehen, bis es für sich selber sorgen kann. Das Baby, hilflos und unreif in seiner Entwicklung, braucht eine Quelle der Fürsorge. Die Natur hat für diese Quelle gesorgt, die seine Bedürfnisse befriedigt – die Mutter.


Mütter sind biologisch und genetisch dafür gemacht, ihre Babys zu umsorgen. Die Mutter eines Neugeborenen hat alles, was Babys brauchen – Arme, um es zu halten, Brüste mit Muttermilch, die es ernähren und trösten, einen Körper, um ihn mit dem Baby zu teilen, eine Person, die das Baby schützt und für es da ist. Sie ist jemand, die mit den Fähigkeiten und den speziellen Eigenschaften ausgerüstet ist, die es ihrem Baby ermöglichen zu überleben und sich normal zu entwickeln, nach dem es geboren wurde. Mutter und Kind entwickeln sich nicht getrennt, sondern gemeinsam. Die Mutter ist die andere Hälfte des Wachsens, ein Prozess, der mit der Empfängnis beginnt und sich viele Jahre nach der Geburt fortsetzt. Obwohl Mutter und Kind nach der Empfängnis eigenständige Individuen sind, entwickeln sie sich als Einheit. Donald Winnicott, der englische Psychologe, sagte: „Es gibt nicht das Baby schlechthin, immer nur das Baby und noch jemand.“  Diese Aussage trifft die Realität des Menschenbabys auf den Punkt – eine Realität, die oft übersehen wird in unserer Gesellschaft, weil Babys unzulässiger Weise von der Geburt an, als eigenständige Individuen wahrgenommen werden.

Es ist nicht möglich vollständig das Menschenbaby oder seine Entwicklung zu verstehen, wenn man es getrennt von denjenigen betrachtet, die es versorgen. Es hat niemals ein Baby gegeben, das ohne die Hilfe und Unterstützung durch einen anderen Menschen – von extremen und unbewiesenen Ausnahme abgesehen, in denen Menschenbabys angeblich von Tieren aufgezogen worden sind – existieren konnte. Diese Menschen waren abnormal entwickelt, als sie gefunden wurden. Deswegen erscheint die Schlussfolgerung zulässig, dass ein menschliches Wesen sich ohne die Fürsorge von anderen Menschen abnormal entwickeln würde. Wenn wir also über Babys und ihre Bedürfnisse reden, dann müssen wir immer auch über die Mütter oder diejenigen, die diesen Platz einnehmen, reden. Die individuellen Bedürfnisse von Babys und was aus Babys einmal werden wird, ist nicht nur in ihren Genen festgeschrieben, sondern hängt sowohl von denjenigen ab, die für sie sorgen, als auch in welcher Gesellschaft sie aufwachsen.


Babys kommen nur mit einer Fähigkeit auf die Welt – die Fähigkeit Gefühle der Zärtlichkeit und Fürsorge bei anderen Menschen hervorzurufen, insbesondere und speziell bei ihren Müttern. Alles in einem Baby ist dafür gemacht, diese Art der Erwiderung auszulösen. Es ist klein, weich, angreifbar, harmlos und in Anspruch nehmend. Sein Bedürfnis nach Fürsorge und Schutz ist offensichtlich. Der Schrei des Babys macht seine Mutter (und andere Menschen) besorgt. Er ist ein Notsignal, das emotional gesunde Menschen mit dem Drang zu helfen, erwidern wollen. Mutter und Kind sind zunächst wie Fremde, aber die Mutter, die sich selbst als Lebensversicherung für das Kind versteht, baut eine untrennbare Einheit auf, in der jeder Teil des anderen ist. Die Mutter wird der Jemand, der es möglich für das Baby macht zu überleben und sich weiter zu entwickeln nach der Geburt.

Ein Baby wird kurz nach der Geburt zu lächeln beginnen, angenehme und einnehmend glückliche Geräusche von sich geben, seine Mutter erkennen und erforschen, um dann zu lachen, sich ausstrecken sie zu berühren und umarmen, alles tun, das die liebevolle Anziehung der Mutter zu ihm steigert. Es wird zeigen, dass es genießt, mit seiner Mutter zusammen zu sein, dass es ihr Nahe sein will, dass es kein Fremder ist, sondern ein freundliches, soziales Wesen, das alle menschlichen Emotionen hat, wie seine Mutter. Mutter und Baby sind nach der Geburt zwar strukturell getrennt, d. h. nicht mehr durch die Plazenta verbunden, sie sind jedoch nicht physisch oder emotional getrennt. Sie entwickeln sich zu einem stillenden Paar, Tag und Nacht in engem körperlichen Kontakt – ein Paar, dessen Gefühle und Launen miteinander korrespondieren. Eine Mutter lächelt, wenn ihr Baby lächelt, lacht, wenn ihr Baby lacht, ist verstört, wenn ihr Baby verstört ist, ist zufrieden, wenn ihr Baby zufrieden ist, und traurig, wenn ihr Baby unglücklich ist. Ein Baby lächelt, wenn seine Mutter lächelt, lacht, wenn sie Geräusche der Freude macht, ist verunsichert, wenn seine Mutter verunsichert ist, es ist verstört, distanziert, ärgerlich oder nicht zugänglich, wenn es bei ihr sein will und sie nicht da ist. Die Mutter-Kind Beziehung, ist wegen ihrer körperlichen Intimität, der starken gegenseitigen Abhängigkeit, und der Notwendigkeit eine Einheit zu bilden hinsichtlich Funktion, Zusammenarbeit, Einfühlung und Identifikation, wohl die sozialste aller menschlichen Beziehungen. Keine andere Beziehung, inklusive der eines erwachsenen Paares, fordert die Vorstellungskraft, das Einfühlungsvermögen in die andere Person so heraus, denn die Beziehung ist zunächst nonverbal und verläuft für weitere Jahre auf geringem verbalen Niveau. Ein Baby kann sich nicht sprachlich ausdrücken, wer es ist, was es fühlt oder was es braucht oder wünscht. Die Mutter muss sich an die „vergessene Sprache“, die nonverbale Kommunikation herantasten, die einst der einzige Weg des Menschen war (bevor sich die Sprache entwickelte), sich seiner Gefühle auszudrücken.


Für ein Baby, das angeboren sozial ist, ist die Beziehung zu seiner Mutter die Einführung in die Menschheit, seine erste menschliche Beziehung, die die Grundlage schafft für alle seine weiteren in der Zukunft. Für die Mutter ist das Kind die Gelegenheit, ein anderes menschliches Wesen zu ernähren und es liebevoll zu umsorgen, unmittelbar an seiner Entwicklung und des Erwachsenwerdens teilzuhaben. Dabei profitiert sie selber hinsichtlich der Stärkung ihrer sozialen Kompetenz.

Ein Baby weiß zunächst weder, dass es eine Reaktion bei seiner Mutter hervorrufen kann, dass es die Macht hat, sie für sich einzunehmen, noch dass es irgendetwas tun kann, um ihre Aufmerksamkeit zu erregen. Es vertraut - ohne es zu wissen – auf Millionen von Jahren mütterlicher Evolution, der Tatsache also, dass es ein Baby ist, und die Mutter seine Mutter, um Fürsorge und Nahrung zu erhalten, auf die Fähigkeiten einer Mutter, die ihr von Natur aus gegeben sind, damit sie ihre Kinder versorgen kann.

Wir sind eine Art, deren Existenz genetisch auf der Fähigkeit beruht, fürsorglich gegenüber Leben, das wir gezeugt haben, zu empfinden und dem Vermögen, dieses Leben vor und nach der Geburt zu versorgen.

Vor der Geburt folgt der Versorgungsprozess seinen eigenen biologischen und genetischen Vorgaben, und seine Hartnäckigkeit kann nur durch Fehlgeburt oder Abtreibung gestoppt werden. Der Körper einer Mutter unterstützt so gut, wie er es vermag, das Gedeihen des Embryos und Fötus. Selbst ungewollte Schwangerschaften bringen gesunde Babys hervor. Für viele Menschen mag die Zeit der Schwangerschaft (weil unabhängig von kulturellen Gegebenheiten) die einzige im Leben bleiben, in der sie auf normale menschliche Art und Weise versorgt wurden.


Bei den Säugetieren endet die Schwangerschaft nicht mit der Geburt. Der Ernährungsprozess nach der Geburt, obwohl genetisch und biologisch eine Fortsetzung der Vorgänge während der Schwangerschaft, ist leider kein Automatismus. Bei den Menschen kann die Mutter wählen, möglicherweise beeinflusst von kulturellen Gegebenheiten, diesen natürlichen Fortgang zu unterbrechen. Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Mütter unserer Urahnen sehr viel mehr von hormonellen, instinktiven und reflexartigen Prozessen gesteuert waren hinsichtlich der Versorgung ihrer Neugeborenen, als die Mütter unserer Zeit. Heutzutage ist Fürsorge für unsere Babys und Kleinkinder hauptsächlich bewusst gesteuert, und je mehr das bewusste Handeln von der jeweiligen Kultur bestimmt wurde, unterliegt der Umgang mit Kindern Vorgaben, die stark beeinflusst von den sozialen und ökonomischen Strukturen einer Gesellschaft werden.

Babys werden längst nicht mehr so umsorgt, wie es ihnen von Natur aus zukommt, sondern umgekehrt, sie müssen sich den vorherrschenden Normen anpassen. Wir Menschen sind dafür prädestiniert unseren Nachwuchs zu stillen, in den Armen zu wiegen, zu tragen, mit ihm zu schmusen und so fort. Wir sind sehr wohl in der Lage intellektuell zu erkennen, dass dies der beste Umgang für Menschenbabys ist. Wir können, sowohl als Einzelpersonen, als auch als Gesellschaft, Mütter dazu ermutigen, ihre Babys zu stillen, sie ihm positiven Sinne zu verwöhnen. Trotzdem, Verstand ist wie ein zweischneidiges Schwert. Vor unserem kulturellen Hintergrund können wir beispielsweise der Meinung sein, dass die biologische Mutterschaft unwichtig ist, weder notwendig für das Kind, noch wünschenswert im Hinblick auf die Errungenschaften der Frauenbewegung. Oder, wir können der Meinung sein, zu viel Fürsorge führt nur dazu, dass Babys verzogen werden und ist deswegen schädlich für ihre Entwicklung. Oder wir sind der Meinung es gäbe gute Gründe, dass Kinder mit Behinderungen oder Krankheiten oder aufgrund ihrer Herkunft lieber gar nicht erst geboren werden sollten.

Wir können sicher sein, dass über den größten Zeitraum der Menschheitsgeschichte hinweg,  Mütter, Bemutterung und das Verlangen eines Babys nach seiner Mutter sehr hoch geschätzt wurden und von der jeweiligen gesellschaftlichen Gruppe als erste Priorität eingestuft wurden. Wenn dies nicht der Fall gewesen wäre, wir hätten nicht überleben können als Art, die der Bemutterung bedarf. Mutter und Kind hätten nicht lange nur auf sich gestellt überleben können getrennt von ihrer Gruppe, sondern nur mit ihrer Hilfe und Unterstützung.

99% aller Menschen, die jemals lebten, waren Jäger und Sammler. Studien über Jäger und Sammler Gesellschaften, beweisen, den hohen Stellenwert der Mutter, die ihr Kind umsorgt. Respekt und Unterstützung der ganzen Gruppe wurden ihr zuteil. Trotzdem, in der Vergangenheit bis heute, hat es sich insbesondere in der westlichen Welt durchgesetzt, die Notwendigkeit der biologischen Mutter, die ihr Kind umsorgt, in Frage zu stellen. Mütter in sämtlichen Kulturen und zu den unterschiedlichsten Epochen wurden dazu ermuntert, zärtliche Gefühle für ihre Babys zu unterdrücken, entmutigt ihre Kinder auf die biologische Art und Weise des Menschseins zu umsorgen und ihre Babys in fremde Hände zu geben. Zeugen dieser historischen Fakten sind die Amme und das Fläschchen. Beide dieser kulturellen Errungenschaften Babys mit Nahrung zu versorgen haben – zu unserem Kummer – erfolgreich ihr Ziel erreicht, nämlich die natürliche Mutter-Kind-Beziehung zu zerstören. Sie haben die biologischen Bedingungen für den Fortpflanzungsprozess des Menschen dramatisch verändert, die Art und Weise, wie sich menschliches Leben entwickelt, und vielleicht auch, wie sich der Mensch an sich entwickeln wird.

Schaut man sich die Bedingungen an, unter denen Kinder in der Vergangenheit in der zivilisierten Welt aufwachsen mussten, so stellt sich heraus, dass sie durchaus nicht immer willkommen waren. Zu den unterschiedlichsten Zeiten und aus den unterschiedlichsten Gründen wurden Kinder als böse, gefährlich, belastend, wertlos, unerwünscht und entbehrlich angesehen. Und so wurden sie auch behandelt. Lloyd de Mause schreibt in seinem Buch – Die Geschichte der Kindererziehung - : „Die Geschichte der Kindheit ist ein Alptraum aus dem wir erst jetzt langsam aufwachen. Je weiter man in der Geschichte zurück geht, desto erniedrigender ist der Erziehungsstil und desto wahrscheinlicher für ein Kind, getötet, im Stich gelassen, geschlagen, terrorisiert und sexuell missbraucht zu werden.“

De Mause bezieht sich hierbei auf die zivilisierte Welt und nicht auf Gesellschaften, die außerhalb dieser Welt leben. Die Geschichte der Jäger und Sammler ist eine andere, betrachtet man die Umstände, die de Mause benennt. Studien von Anthropologen, die Jäger und Sammer Gesellschaften untersuchten, fanden heraus, dass in diesen Gesellschaften die Kindheit keineswegs als Alptraum zu beschreiben wäre.  Im Gegenteil, die Erziehung wird als nachsichtig bezeichnet. Je mehr diese Gruppen jedoch Kontakt mit den sogenannten Zivilisierten hatten, desto weniger umsorgten sie ihre Kinder und desto strenger und gewalttätiger wurden sie, harte Strafen kamen in Mode.


Menschen sind dazu gemacht in eine natürliche Welt geboren zu werden und sich dieser Welt anzupassen. Entscheidend für das Überleben unserer Art war es,  als Gruppe zusammenzuarbeiten. Das menschliche Individuum, verglichen mit den Tieren, ist nur unzureichend ausgerüstet, um in der Wildnis zu überleben. Wir haben keine Klauen oder Reißzähne, die als Waffen dienen könnten, wir sind langsam und wir haben keine Schutzschilde. Selbst unser Großhirn in Verbindung mit manueller Geschicklichkeit, die es uns ermöglicht nach unserer Vorstellung Werkzeuge herzustellen, wäre nur von geringem Wert, würden wir nicht befähigt sein, als Gruppe zu agieren. Tatsächlich ist es unsere Intelligenz, die es uns ermöglicht verbal zu kommunizieren, unsere Vorstellungskraft zu wecken, uns in andere hineinzudenken, uns einzufühlen, und so die Menschen in die Lage versetzt zusammenzuarbeiten. Unsere Eigenschaften, die unser Überleben in der modernen Welt sichern, wie z. B. Unabhängigkeit, Konkurrenzdenken, Egoismus und Gleichgültigkeit gegenüber dem Leid anderer, wären wahrlich schlechte Karten würden wir unter den Jägern und Sammlern zurechtkommen wollen. Unsere Anpassungsfähigkeit war dadurch gekennzeichnet, gemeinsam mit anderen unser Leben zu meistern und nicht in dem wir uns als Individuen verstanden, die nur auf ihren eigenen Vorteil bedacht waren.

Die wechselseitige Beziehung zwischen Mutter und Kind hat ihre Wurzeln in der Fähigkeit der Mutter, für das Leben zu sorgen, das sie geboren hat und ist die Grundlage für jegliche menschliche Beziehung und Fundament unserer Gesellschaft.

Sie erlaubte dem Neugeborenen in einem unreifen Zustand auf die Welt zu kommen und sich langsam nach seinem ganz persönlichen Plan zu entwickeln in einem liebevollen Umfeld. Auf diese Weise stellte die Natur sicher, dass die Nachkommen sich als Teil eines Ganzen verstanden, die ein Geben und Nehmen als selbstverständlich verinnerlicht hatten. Wir wären eine vollkommen andere Art, würden wir reif entwickelt und ohne die Notwendigkeit der Bemutterung auf die Welt kommen.

Das Menschenbaby von heute, egal wo es auf der Welt geboren wird, hätte keinerlei Schwierigkeiten in der Jäger und Sammler Gesellschaft klar zu kommen. Es ist für diese Art der Gesellschaftsform gemacht. Umgekehrt, jedes Baby, das heute geboren wird, gehört nicht in diese moderne Welt, kein Baby, das jemals geboren wurde, gehörte hier hin. Babys (und Mütter) haben sich nicht verändert hinsichtlich der biologischen Fortpflanzung und genetischen Vorgaben, es ist die Gesellschaft, die das Verhalten von Müttern zu ihren Babys verändert hat. Wir schätzen und unterstützen weder die Bemutterung von Babys, noch die Bedürfnisse eines Babys, sich in liebevoller Umgebung entwickeln zu dürfen. Wir sind abgewichen von dem Umsorgungsaspekt des Fortpflanzungsprozesses, in dem wir Babys „Jemand“ verändert haben.

In einer Gesellschaft, in der Babys ohne die Gegenwart ihrer Mütter leben und sich entwickeln, all zu oft ohne menschliche Zärtlichkeit, führt dazu, das einige Babys, wenn nicht sogar die meisten, sich anders entwickeln, als es ihnen von Natur aus mitgegeben wurde. Babys müssen sich abfinden mit  Ersatzobjekten für ihre Mütter, künstliche Säuglingsmilch, Stubenwagen, Überwachungsgeräten, Kuscheltieren, Schnullern, etc. All dies führt dazu, dass aus solchen Babys andere Erwachsene werden, als sie durch natürliche Bemutterung geworden wären. Lieblos aufgezogene Kinder wachsen ohne Verinnerlichung von Zärtlichkeit auf. Ihnen gehört unser Mitleid.

Babys brauchen Zärtlichkeit. Sie werden unglücklich ohne sie. Zärtlichkeit bedeutet Menschlichkeit.


Quellen:

Beekman, Daniel. The Mechanical Baby. Westport, CT: Laurence Hill, 1977.
deMause, Lloyd. The History of Childhood. New York: The Psychohistory Press, 1974.
Mumford, Lewis. The Conduct of Life. New York: Harcourt, Brace, 1951.
Nanda, Serena. Cultural Anthropology, Third Edition. Belmont, CA: Wadswoth Publishing, 1987.
Winnicott, D. The Family and Individual Development. New York: Basic Books, 1966.

Mit freundlicher Erlaubnis zur Veröffentlichung von Karen Koevary, Tochter von James Kimmel

Der Originaltext mit dem Titel - The Human Baby – ist nachzulesen unter: http://www.naturalchild.org

übersetzt aus dem Englischen von eulalie für Rabeneltern.org

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