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Windelfrei-Anfangs-FAQ
oder: Häufig gestellte Fragen zu Windelfrei/TopfFit
WANN fangen wir am besten an?
Die erste "sensible Phase" des Babys dauert ungefähr
bis zum Alter von drei oder vier Monaten. Je früher man anfängt,
desto "leichter" ist es im Allgemeinen. Allerdings: Wenn
du direkt nach der Geburt anfängst, vergiss nicht, dass dein
Baby erst mal richtig auf dieser Welt ankommen musst und du noch
im Wochenbett bist. Stress dich nicht, es soll Spaß machen!
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Ist es schon zu spät um anzufangen?
Je älter das Baby ist, desto wahrscheinlicher ist es im Allgemeinen,
dass das Baby sich schon daran gewöhnt hat, in die Windel zu
machen und keine eindeutigen Signale mehr gibt. Dennoch ist es mit
viel Geduld durchaus noch möglich, mit windelfrei zu beginnen.
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WIE fängt man am besten an?
Halte dein Baby zu Zeiten ab, in denen es sehr wahrscheinlich ist,
dass es mal muss. Typisch ist: Direkt nach dem Aufwachen, beim oder
nach dem Stillen. Versuche, Signale des Babys zu erkennen, die es
aussendet, bevor es macht. Ebenfalls empfiehlt es sich, dass Baby
wenn möglich nackig strampeln zu lassen und zu beobachten,
welchen Rhythmus es hat.
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Welche Gefäße eignen sich zum Abhalten?
Das kommt ganz auf die persönlichen Vorlieben von Baby und
dir an. Geeignet sind kleine Töpfe, das klassische Töpfchen,
das Waschbecken, die Badewanne oder auch die Toilette. Was am bequemsten
erscheint.
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Wie ist das beim Stillen?
Ganz kleine Babys neigen dazu, während des Stillens zu machen.
Daher bietet es sich an, vorbereitet zu sein und entweder über
dem Gefäß deiner Wahl zu stillen oder es zumindest in
Reichweite zu haben.
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Woran merkt man, dass das Baby muss?
Auch das ist von Baby zu Baby unterschiedlich. Typische Zeichen
sind: Hektisches Strampeln, Zappeln und Quengeln im Tragetuch, Abwesendes
Gucken, Hektisches An- und Abdocken beim Stillen, plötzliches
Quengeln.
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Mein Baby signalisiert nicht. Ist abhalten nach meinem Gefühl
in Ordnung oder dressiere ich das Baby damit?
Wenn das Baby keine für dich erkennbaren Signale gibt, kann
man dem Kind in bestimmten Zeitabständen anbieten zu machen.
Wenn es nicht muss, wird es das höchstwahrscheinlich deutlich
zu erkennen geben (weinen, durchstrecken, wütendes Schreien),
dann darf das Baby auf keinen Fall gezwungen werden!!
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Was zieht man den Kleinen an?
Etwas unkompliziertes, was man schnell ausziehen kann - Zweiteiler
oder zumindest unten zu öffnende Strampler bieten sich an.
Bodies sind nicht so praktisch, da bei einem Unfall das Kind komplett
umgezogen werden muss.
Sind die Kleinen immer komplett windelfrei?
Das ist sehr unterschiedlich und hängt stark von den Lebensbedingungen
ab. Gerade anfangs heißt "windelfrei" noch nicht,
dass das Baby wirklich die ganze Zeit ohne Windel sein muss. Auch
später benutzen viele - zumindest phasenweise - noch "Backups".
Was macht man draussen?
Zu Anfang bietet es sich an, dem Kind draußen eine "Sicherheitswindel"
oder etwas ähnliches (Höschen mit Binde etc.) anzuziehen
und dem Baby nach Möglichkeit immer wieder Gelegenheiten zu
geben, bei denen es machen kann. Und auf jeden Fall Wechselkleidung
einpacken!
Was mache ich bei längeren Autofahrten mit windelfreiem
Baby?
Hier gilt ebenfalls: Dem Baby wenn nötig sicherheitshalber
eine Windel anziehen oder ein Backup benutzen. Ausreichend Pausen
einplanen und dem Baby Gelegenheit geben, zu machen.
Funktioniert auch "halbes Windelfrei"?
Theoretisch schon. Praktisch kommt es sehr auf dein Baby an, manche
Babys akzeptieren dies gut, andere signalisieren nicht mehr so zuverlässig,
wenn man nicht konsequent auf erkannte Signale reagiert, sondern
das Baby in die Windel machen lässt. Für den Anfang ist
es jedoch sicherlich trotzdem ratsam, sich nicht zu viel auf einmal
vorzunehmen, sondern auf die Zeiten zu konzentrieren, in denen man
relativ eindeutig erkennt, dass das Baby mal muss.
Macht es einen Unterschied, ob man für die Zeiten mit Windeln
Plastik- oder Stoffwindeln benutzt?
Bei Stoffwindeln merkt das Baby (und auch man selbst) schneller,
dass "etwas passiert", wenn es macht. Und es ist nicht
so teuer, wie wenn man eine Plastikwindel bei jedem Pipispritzer
wechselt.
Was benötigt man für den Anfang?
Viel Geduld, etwas Humor und ein Baby.
Was sollte man unbedingt beachten?
Das Baby darf NIE gezwungen oder unter Druck gesetzt werden. Das
Ganze sollte nicht in Stress für die Beteiligten ausarten.
Gibt es "Windelfrei-Streiks?"
Ja. In den Phasen, in denen das Baby etwas neues lernt, krabbeln,
laufen, sprechen etc. kommt es immer mal wieder vor, dass das Baby
nicht mitmacht. Geduld, es ist nur eine Phase!
Und wie geht das nachts?
Nachts sollte das Baby möglichst nahe bei dir schlafen. Babys
pinkeln nicht im Tiefschlaf sondern in leichteren Schlafphasen und
signalisieren dann auch. Das Baby weckt dich also zum Pinkeln ebenso,
wie es dich zum Stillen weckt. Man kann das Bett schützen,
indem man z.B. eine Wolldecke zu heiß wäscht (verfilzt)
und unter das Bettlaken legt.
Ist es normal, wenn mein Baby alle 5 oder 10 Minuten muss?
Ja, bei ganz kleinen Babys ist das normal. Die Abstände werden
aber mit der Zeit größer. |