

BabyBjörn Tragesitz
Diese Bauchtrage (bewertet wird das Original-Modell von 2000) -
so schick, populär und modern sie sein mag - hat mich in der
Praxis (genau 4 Wochen lang) überhaupt nicht überzeugt!
Positiv finde ich allenfalls das moderne Design und die relativ
leichte Handhabung. Außerdem ist er maschinenwaschbar.
Aber dann geht es los mit den Minuspunkten:
Ich fange unten an, bei dem viel zu schmalen Steg auf dem das Baby
mit fast seinem ganzen Gewicht sitzt (Bei kleinen Jungs tut es dem
Hoden sicherlich nicht gut). Die Beinchen sind nicht im 90°-110°-Winkel
angehockt und mindestens 45° gespreizt, sondern hängen
herunter. Dies kann der Hüftentwicklung schwer schaden. Der
Rücken wird nur von hinten gestützt, das Baby kann seitlich
in der Wirbelsäule abknicken. Außerdem wird von der Rückenlehne
nicht genug Gewicht abgefangen. Die Wirbelsäule kann hierdurch
zusammengestaucht werden, da das Gewicht nur am Gesäß
gehalten wird und der Rücken gerade gestützt wird und
nicht leicht gerundet, wie es für Babys von Vorteil wäre.
Kopf und vor allem Nacken konnte ich trotz allem Bemühen mit
der Kopfstütze überhaupt nicht zufriedenstellend abstützen,
dazu ist sie viel zu steif. Die Plastikschnallen störten und
drückten meine Tochter.
Ganz ungesund ist die beworbene Tragemöglichkeit, bei der das
Baby nach vorne schaut: Dabei liegt das gesamte Gewicht auf dem
Schambein. Hier entsteht bei Jungen sehr viel Druck auf die Hoden.
Das Baby hat auf Dauer fast nur die Möglichkeit zum Einknicken
oder zum Hohlkreuz, ganz besonders, wenn eine Frau es trägt
(durch die Brust).
Mir als Trägerin schnitten die Schultergurte schon bei relativ
geringem Gewicht des Babys ein. Obwohl meine Tochter damals noch
sehr klein und leicht war, wurde sie mir im BabyBjörn sehr
schnell viel zu schwer.
Ein weiterer Minus-Punkt ist der hohe Preis verglichen mit der kurzen
Nutzungsdauer - der BabyBjörn kann nur von 3,5kg (und mindestens
53 cm) bis 10 Kilo genutzt werden. Tragen auf dem Rücken ist
nicht möglich. Bei kräftigeren Babys ist also schon nach
wenigen Monaten Schluss mit BabyBjörn, und dafür finde
ich ihn auch entschieden zu teuer!
Mein Fazit: Wer nur sehr selten mal ein kurzes Stück tragen
will, dem würde ich sagen: Lieber BabyBjörn als gar nicht
tragen! Wer sein Kind aber regelmäßiger tragen möchte,
der sollte seinem Baby und sich selbst eine bessere Bauchtrage oder
ein Tragetuch gönnen!
Bewertung: Kein Rabe!
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BabyDan Tragesitz
Der BabyDan ist ein preiswerter Nachbau des BabyBjörns (siehe
BabyBjörn) - und genau dafür halte ich ihn auch: Für
die Billig-Variante einer ohnehin schlechten Bauchtrage. Noch weniger
empfehlenswert, da alle beim BabyBjörn bereits beschriebenen
Nachteile noch offensichtlicher sind. Ich besitze seit 3 ½
Jahren einen geschenkten BabyDan und verkaufe ihn nur deshalb nicht,
weil ich nicht möchte, dass ein Baby meinetwegen darin getragen
werden muss. Er ist wirklich "Huddel" und das konnte ich
schon nach der Geburt meiner Tochter ohne jede tragende Erfahrung
erkennen. Tut euch das nicht an.
Bewertung: Kein Rabe!
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Glückskäfer
Tragesack
Den Käfer nutzte ich, seit mein Sohn 8 Wochen alt ist, gelegentlich
bis er ca. 8 Monate alt war, seitdem nur noch sehr selten. Ich besitze
die neuere Variante, mit Weitenregulierung durch Zugband, erhältlich
ist auch eine Variante, bei der die Weite durch Abnäher reguliert
wird.
Der Glückskäfer ist eine der ganz wenigen Bauchtragen,
die für Babys Körperhaltung wirklich empfohlen werden
können. Neben dem Tragetuch ist es meines Wissens die einzige
Tragemöglichkeit, die von Ökotest als "empfehlenswert"
eingestuft wurde. Dennoch bekommt der Glückskäfer nur
drei meiner fünf möglichen Raben.
Zu den Gründen: Zum einen finde ich das Anlegen und Anpassen
des Käfers schon reichlich kompliziert. Sitzt das Baby einmal,
überzeugt mich die Spreiz-Anhock-Haltung der Beinchen und die
sichere Stütze des Rückens im unteren Bereich. Nicht ganz
glücklich war ich mit der Stütze von Nacken und Köpfchen,
je nach Größe des Babys ist der Kopf nicht leicht zu
stützen, oder die Oberkante des Außenbeutels drückt
Baby im Genick, ebenso können die Zugbandschnallen stören.
Ich brauchte beim kleinen oder schlafenden Baby doch immer eine
Hand am Babykopf. Überhaupt hat mich und vor allem meinen im
Glückskäfer getragenen Sohn das "zwei Beutel - System"
nicht gerade überzeugt: im Außenbeutel war es ihm von
Anfang an zu eng, doch waren Arme und Beine einfach noch zu kurz
um sie durch die dafür vorgesehenen Öffnungen rausschauen
zu lassen, ihm fehlte es an Bewegungsfreiheit der Arme. Später
schienen mir die Beinöffnungen auch irgendwie zu hoch, die
Armöffnungen zu tief … Es "saß" bei uns
einfach nicht ideal, könnte ich vernünftig nähen,
hätte ich mir die Öffnungen ein Stück versetzt.
Ein weiterer kleiner Minuspunkt: Mir persönlich ist der Glückskäfer
sehr schnell zu schwer geworden. Das Gewicht verteilt sich auf zwei
relativ schmalen Schultergurten, an den Hüften sind diese Gurte
noch schmaler und ungepolstert, schneiden auf Dauer bei schwereren
Babys etwas ein. Längeres Tragen im Glückskäfer kam
bei mir schon mit 7-8 Kilo nicht mehr in Frage. Auch die Tragemöglichkeit
auf dem Rücken schien mir da nicht angenehmer. Empfohlen ist
der Käfer bis 15 Kilo, aber wirklich vorstellen kann ich mir
das nicht. Hierzu muss ich allerdings anmerken, dass ich vor Kauf
des Glückskäfers schon lange das Tragetuch nutzte und
an dessen Komfort gewöhnt war - da kann der Käfer einfach
nicht mithalten.
Praktisch fand ich die kleine Tasche (für Kleingeld & Schlüssel)
und das austauschbare Lätzchen. Schade, dass das Baby nicht
direkt am Körper getragen wird, mich persönlich störte
die Stoffschicht zwischen mir und meinem Baby etwas, da man so im
Glückskäfer leider auch nicht stillen kann.
Die Designauswahl finde ich dann wieder sehr ansprechend und abwechslungsreich,
praktisch, dass der Tragesack in der Maschine gewaschen werden kann.
Schlussendlich ist der Glückskäfer-Tragebeutel meiner
Erfahrung nach für kleinere Babys die einzige Alternative zum
Tragetuch, wenn auch mit Komfort-Einbußen.
Bewertung:  
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