| Babyfreundliches
Krankenhaus – Eine Initiative von WHO und UNICEF
Darf ich mein Baby mit ins Elternbett
nehmen?
Liebe Eltern!
Stillen ist die natürliche Säuglingsernährung. Gestillte
Kinder sind gesünder als nichtgestillte. Deshalb sollte das
Stillen erleichtert werden. Vor allem nachts ist es bequemer, wenn
Sie Ihr Baby nahe bei sich haben und für das Stillen nicht
extra aufstehen müssen. Diese Nähe hilft Ihnen auch, Ihr
Baby besser kennen zu lernen und leichter zu merken, wann es gestillt
werden möchte. Ihre Körperwärme und das Stillen beruhigen
Ihr Kind und es wird leichter wieder einschlafen. Das ist eine große
Erleichterung insbesondere bei unruhigen Babys. Deshalb ermutigen
"Babyfreundliche Krankenhäuser" Sie dazu, Ihr Baby
mit in Ihr Bett zu nehmen.
Wenn Sie mit Ihrem Kind zusammen in einem Bett schlafen,
beachten Sie jedoch folgende Punkte:
- Sie und Ihr Kind schlafen am besten auf einer festen Matratze.
Wasserbetten, alte ausgelegene Matratzen und Sofas dürfen
nicht verwendet werden.
- Ihr Baby sollte in Rückenlage liegen.
- Schlafen Sie Ihrem Kind möglichst zugewandt.
- Ihrem Baby darf es nicht zu warm werden. Die ideale Raumtemperatur
im Schlafzimmer beträgt 16 bis 18 °C.
- Ziehen Sie das Baby nicht zu dick an: es sollte nicht mehr
Lagen Kleidung tragen als Sie selbst.
- Am besten benutzen Sie ein Schlafsäckchen für Ihr
Kind, damit Ihr Kind nicht unter Ihr Oberbett rutschen und sich
überwärmen kann.
Auch diese Hinweise sollten Sie unbedingt befolgen:
- Schläft Ihr Baby allein, legen Sie es in sein Kinderbett.
- Wenn ein älteres Kind ebenfalls mit Ihnen zusammen schläft,
ist es am besten, Sie oder Ihr Partner schlafen zwischen dem Baby
und dem Kind.
- Erlauben Sie Ihrem Haustier niemals, im selben Bett mit Ihrem
Baby zu schlafen.
Schlafen im Elternbett und Plötzlicher
Kindstod
In den achtziger Jahren wurde festgestellt, dass immer mehr Kinder
am Plötzlichen Säuglingstod (SIDS = Sudden Infant Death
Syndrome) starben. Es wurde nach möglichen Risikofaktoren für
SIDS geforscht und festgestellt, dass u.a. einige Faktoren bei der
Schlafsituation des Säuglings zu einem erhöhten SIDS-Risiko
führen. Diese Faktoren müssen Sie streng vermeiden.
Deshalb sollten Sie nicht mit Ihrem Baby zusammen in einem Bett
schlafen, wenn Sie (oder eine andere Person im Bett)
- Raucher/in sind,
- Alkohol getrunken haben,
- krank oder aus einem anderen Grund nicht in der Lage sind, auf
das Baby zu reagieren,
- Drogen oder Medikamente genommen haben, die schläfrig machen.
Grundsätzlich gilt, dass Sie in den ersten zwölf Lebensmonaten
vor allem nachts mit Ihrem Baby im selben Zimmer schlafen sollten.
Dies schützt Ihr Kind vor dem "Plötzlichen Kindstod",
wie verschiedene Studien zeigen konnten.
Gestillte Kinder haben ein niedrigeres Risiko für den "Plötzlichen
Kindstod"! Stillen Sie Ihr Kind ein halbes Jahr ausschließlich
und danach weiter mit geeigneter Beikost, solange es Ihnen und Ihrem
Kind gefällt.
Die WHO/UNICEF-Initiative "Babyfreundliches
Krankenhaus"
Der Start in eine gute Eltern-Kind-Beziehung ist die entscheidende
Voraussetzung für eine lange und entspannte Stillzeit. Stillfreundliches
Krankenhäuser vermeiden alles, was Ihr erstes Kennenlernen
stören könnte und ermöglichen Ihnen, dass Sie möglichst
immer mit Ihrem Neugeborenen zusammen sein können. Die Mütter
schlafen besser und erholsamer, wenn die Kinder auch nachts bei
ihnen bleiben. Durch die Nähe zur Mutter sind die Kinder viel
entspannter. Ganz nebenbei stellt sich die Stillbeziehung leichter
ein. Deshalb ermutigen Stillfreundliche Krankenhäuser die Mütter,
ihr Baby bereits in der Klinik mit in ihr Bett zu nehmen.
Wir machen babyfreundlich – Sie helfen uns dabei
Babyfreundliche Krankenhäuser erkennen Sie an der Plakette
von Weltgesundheitsorganisation WHO und UNICEF und dem Picasso-Motiv
"Maternity".
Die WHO/UNICEF-Initiative hat es sich zur Aufgabe gemacht, weitere
Geburtskliniken für das ganzheitliche Stillförderungskonzept
von Weltgesundheitsorganisation WHO und UNICEF zu gewinnen. Damit
wird Müttern und Kindern der Stillbeginn und auch die Stillzeit
erleichtert. Für dieses Engagement brauchen wir auch Ihre Hilfe.
Sie können die Initiative mit einem regelmäßigen
Beitrag als Fördermitglied oder mit einer Einzelspende unterstützen
und erhalten dafür eine steuerabzugsfähige Spendenbescheinigung.
Das Formular für die Fördermitgliedschaft und auch die
aktuelle Adressenliste der Stillfreundlichen Krankenhäuser
können Sie im Internet unter www.stillfreundlich.de abrufen
oder mit einem frankierten Rückumschlag beim Verein zur Unterstützung
der WHO/UNICEF-Initiative (Adresse und Bankverbindung s. unten)
anfordern.
Verein zur Unterstützung der WHO/UNICEF-Initiative "Babyfreundliches
Krankenhaus" (BFHI) e.V. Homburger Straße 22, 50969 Köln
E-Mail: info@stillfreundliche.de Internet: www.stillfreundlich.de
Konto-Nummer: 7135000, BLZ: 37020500 (Bank für Sozialwirtschaft
AG)
Empfänger: WHO/UNICEF-Initiative
Mit freundlicher Genehmigung von UK Baby Friendly Initiative. Übersetzt,
adaptiert und veröffentlicht vom Verein zur Unterstützung
der WHO/UNICEF-Initiative "Stillfreundliches Krankenhaus"
(BFHI) e.V.
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