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Vollzeit arbeiten? Rabenmutter!
Ich heiße Britta, bin 39 Jahre alt und habe 2 Kinder: Mandy
(13 Jahre) und Christian (20 Monate). Außerdem gehören
zu meiner Familie noch mein Mann, ein Hund, 3 Katzen und ein Meerschweinchen.
Und weil mir das alles noch nicht genug ist, arbeite ich auch noch
in einem Reisebüro in Vollzeit. Naja, eher weil es auch nötig
ist. Alleine wäre das Familienmanagement für mich gar
nicht zu schaffen, da muß / will / darf mein Mann auch mit
ran. Und auch unsere Tochter leistet ihren Beitrag, keine Frage.
Was mich rabig macht? Keine Ahnung, vielleicht, weil ich mich an
den Bedürfnissen meiner Kinder orientiere?? Weil es mir ziemlich
egal ist, was meine Umgebung davon hält, dass ich (immer noch)
meinen Kleinen stille? Oder weil das Familienbett für uns schon
immer was ganz Normales ist?
Einen Tag nach Christians 1. Geburtstag hab ich mich wieder ins
Berufsleben gestürzt. Dieser Termin stand für uns schon
vor der Zeugung fest. Aber als es dann wirklich so weit war, hab
ich mich ehrlich gesagt doch davor gefürchtet. Wie kommt der
Kleine in der Kita klar? Wie kommt der Papa mit dem Kleinen klar??
Zuvor hatte er sich immer mehr oder weniger gekonnt um alles gedrückt,
was mit Christian zusammen hing (was ich sehr schade fand, aber
naja). Wie komme ich mit meiner Arbeit UND (größerer)
Familie klar???
Als Christian 11 Monate alt war begann die Eingewöhnung in
der Kita, Stück für Stück, gute 4 Wochen lang. Dann
ging ich wieder zur Arbeit und Christian musste von nun an 8 Stunden
in der Kita bleiben. Ich bringe ihn morgens hin und der Papa holt
ihn am späten Nachmittag ab.
Ich war froh, dass ich an einem Freitag meinen 1. Arbeitstag hatte
und wir uns alle am Wochenende von der ungewohnten und auch anstrengenden
neuen Situation erholen konnten. Aber schon im Laufe der nächsten
Woche spielte sich der neue Rhythmus ein.
Christian geht gerne in die Kita, er hat morgens noch nie geweint,
geht immer nach einer sehr kurzen Verabschiedung allein in seinen
Gruppenraum. Und dem Papa tut es gut, dass er nun regelmäßig
Zeit mit seinem Sohn verbringen darf, ebenso wie es auch dem Kleinen
gut tut. Der ist ein richtiges Papakind geworden, aber das ist okay
so.
Britta mit Mandy (*11/90) und Christian (*11/02) im Juli 2004 für
Rabeneltern.org |