Indischer Ketchup

Funktioniert wie ein Curry, nur dass am Ende Zucker und Essig zugegeben werden.

Zutaten:

3 Zwiebeln
1/2 Knolle Knoblauch
wer mag 1-2 Daumenbreit Ingwer
2 Kilo oder mehr sehr reife Tomaten
brauner Zucker oder Palmzucker
Ghee oder Öl
schwarzer Pfeffer
Garam Masala
evtl gemahlener Koriander
Chilipulver
Salz

Zubereitung:

Zwiebeln, Knoblauch und Ingwer separat in Miniminiwürfelchen schnippeln. Den Tomaten ihre Kerne und die klare Flüssigkeit nehmen (also nur Fruchtfleisch und Schale verwenden) und so klein schnippeln, wie man sich die Mühe geben mag. Grob geht auch, aber je feiner desto soßiger wird der Ketchup. Wenn das noch sehr matschig sein sollte, kann man die Tomaten in einem Sieb etwas abtropfen lassen (diese Flüssigkeit kann man aufheben)

In einer großen Pfanne oder einem Wok reichlich Öl oder Ghee auf 2/3 Temperatur (z.B. Stufe 4 von 6) erhitzen, die Zwiebeln sollen darin fast untergehen können. Zwiebeln im Fett ca. 5 min brodeln lassen.

Temperatur niedriger stellen, Ingwer und Knoblauch zugeben, nochmal ca. 5 min. oder länger brodeln lassen - das ist Gefühlssache, es darf nicht anrösten, die Blasen verändern sich irgendwann.

1-2 TL Garam Masala, 1/2 bis 1 TL Chilipulver, 1/4 TL  Koriander, 1/2 TL Pfeffer hineinrühren und nochmal 1-2 min braten.
Tomaten dazugeben, eventuell mit Anbrateffekt am Anfang, und die Temperatur wieder leicht erhöhen, aber nicht auf maximale Stufe.

Wenn es einigermaßen angebraten wirkt, etwa 1 1/2 TL Salz dazugeben, kann auch weniger sein, und die aufgefangene Füssigkeit und Wasser dazugeben dass die Masse einigermaßen schwimmt, aber noch nicht suppig ist, und hochbrodeln lassen.

Temperatur wieder absenken, bis es nur noch leicht brodelt, und jetzt recht lange köcheln lassen, bis die Tomaten zerfallen/-matschen. Das kann eine halbe Stunde dauern, je nach Konsistenz der Tomaten.

An dieser Stelle kann man, wenn man mag, Fett reduzieren, indem man es mit einem Löffel von der Oberfläche abschöpft. Das muss aber nicht sein, das Fett enthält einiges an Geschmack.

Dann um 4 EL Zucker drüberstreuen, so dass alles einigermaßen berieselt wirkt, unterrühren und die Temperatur wieder etwas höher stellen, so dass es ordentlich kocht. Irgendwann verändern sich wieder die Blubberblasen, sie werden größer und leicht bräunlich.

Dann Essig zugeben. Die Menge hängt vom Zucker ab, ist aber deutlich geringer als dieser, etwa um die 2-3 EL. Vorsicht: wenn man zu viel nimmt, schmeckt es wie Asia-süß-sauer, deswegen vorsichtig rantasten und immer wieder ordentlich umrühren.

Zusammen mit dem Essig noch 1-2 min. auf wieder niedriger Temperatur köcheln lassen.

Wenn man etwas aufheben will, kann man es jetzt heiß in Einmachgläser abfüllen, der Ketchup hält sich so etwa vier Wochen. Perfekt ist der Ketchup noch heiß zu selbstgemachten Pommes.

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