Erfahrungen mit dem Familienbett

Als unser Sohn auf die Welt kam, lag er im Krankenhaus, in dem wir zwei Tage lang waren, in einem eigenen Bettchen. Ich kam nicht auf die Idee, ihn dort rauszunehmen und hatte auch Angst, dass er aus meinem Bett fallen würde. Babies brauchen doch ihr eigenes Bett, oder?

Zu Hause dann stand eine geliehene Wiege. Die war tagsüber schon sehr praktisch, weil er wegen seiner anstrengenden Geburt in den ersten Wochen viel geschlafen hat.

Nur nachts war das schwierig. Wie sollte ich stillen und das schlafende Kind wieder in die Wiege hineinbekommen? Dann wachte er nämlich immer wieder auf. Also schlief er zunächst auf etwa einer halben Erwachsenenmatratze mit seiner eigenen Decke. Er wachte immer etwa 2 Mal nachts auf, doch das wurde schnell mehr, weil immer etwas Neues dazu kam: Entwicklungssprung, Zähne, Erkältung. Als er dann größer und "robuster" wurde, zog ich ihn dann zu mir, wenn ich ihn stillte und wir schliefen beide, Brust an Mund :-), weiter. Anfangs war das auch schlicht und einfach deshalb so, weil ich, bevor ich ihn in seine Wiege legen konnte, schon wieder eingeschlafen war :-)

Doch dann wurde er mobiler und fiel einmal aus dem Bett. Das war schon ein Schock und wir ließen ihn nie unbeaufsichtigt im Bett. Doch er fiel trotzdem noch einmal raus. Also haben wir kurzerhand das Bettgestell, und mittlerweile auch die Lattenroste entfernt. Nun kann Alexander immer ins Bett krabbeln, wenn er möchte, zum Kuscheln, Toben und natürlich auch zum Schlafen. Wir haben also sozusagen ein "Bettenlager" auf dem Boden, das ich supergemütlich finde. Mittlerweile ist Alexander zwei Jahre alt und wir haben unser Bettgestell wieder aufgebaut. Doch ich freue mich schon auf unser "Bettenlager", wenn unser zweites Kind zur Welt kommt. :-)

Alexander hat lange nicht durchgeschlafen. Bei Eintwicklungssprüngen wie z.B. kurz bevor er krabbeln oder laufen lernte, war es besonders schlimm. Zu dieser Zeit wachte er so oft nachts auf, dass ich schon gar nicht mehr wusste, wie oft, weil ich ihn angelegt und sofort weitergeschlafen habe. Ich wüsste nicht, was ich ohne das Familienbett machen würde und kann mir nicht vorstellen, wie man so viele Male nachts aufstehen kann. Das stelle ich mir sehr stressig vor.

Alexander hat mittlerweile auch ein eigenes Zimmer mit einem eigenen Bett. Das Zimmer wird jedoch nur zum gelegentlichen Spielen und als Aufbewahrungsraum genutzt. Geschlafen hat er dort bis jetzt sehr selten, höchstens mal zum Mittagsschlaf.

Auch meinem Mann gefällt das Familienbett und es passiert nicht selten, dass ich morgens aufwache und Alexander liegt nicht bei mir, sondern an seinen Papa gekuschelt. :-)

Janina

Weitere Informationen