Angst davor, mein Baby im Schlaf zu überrollen

Ein Erfahrungsbericht unserer Besucherin Silke


Bei meinem ersten Kind (ich war sechzehn, als er geboren wurde) hatte ich etliche Ammenmärchen über die Gefährlichkeit des Familienbettes im Schädel und panische Angst, ich könne mein Baby während des Schlafes überrollen.
Also schlief der Bub in seinem Bett und wurde 5-10 mal in der Nacht gestillt. Das hieß aufstehen, das Kind rausholen, stillen, wieder ins Bettchen legen, und wenn er davon wach wurde (meistens) alles noch einmal von vorn.
Ich war völlig fertig. Weil mir kalt war und ich völlig übermüdet, hab ich das Kinderwagenoberteil abgeschraubt und neben mein Bett platziert. So war das raus und wieder rein leichter, er wurde aber trotzdem fast immer wach.
Nach ein paar Tagen war ich so erschöpft, dass ich beim Stillen einfach eingeschlafen bin. Und er an der Brust blieb.
Aus purer Erschöpfung hab ich es für die nächsten Monate so belassen, allerdings immer noch mit der Angst im Nacken, ich könne mein Baby überrollen. Und so hab ich ihn, wann immer ich dann doch noch einmal wach wurde hoch ans Kopfende geschoben. Weil ich dachte, mein Kopf wäre nicht so schwer, falls der aufs Kind rollen würde. Und ich würde hören, wenn Jule schimpft.
Es war einfach niemand in meiner Nähe, der mich beruhigt hätte oder auch nur eine Frau, die mir vom Familienbett erzählt hätte.

 

Silke

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