Das Risiko für ein Baby von den Eltern im Familienbett erdrückt zu werden ist hoch

Das stimmt nur, wenn Eltern Alkohol konsumieren oder andere Drogen oder starke Schlafmittel zu sich nehmen. Die körperliche und geistige Wahrnehmung kann dadurch so getrübt sein, dass für das Baby tatsächlich die Gefahr besteht, erdrückt zu werden. In diesem Fall sollte auf ein Familienbett verzichtet werden.

Ansonsten passen sich Eltern dem kleinen Mitschläfer an - der Ammenschlaf ist kein Ammenmärchen. Eltern, besonders stillende Mütter, wachen in der Regel auf, wenn mit ihrem Kind etwas nicht stimmt, wenn es beispielsweise Atemaussetzer hat oder spuckt. Umso schneller würden sie aufwachen, wenn sie sich auf das Baby rollen würden.

Die Furcht davor, das Baby zu erdrücken, könnte im gesellschaftlichen Gedächtnis fortbestehen, weil diese Begründung angeblich in früheren Zeiten häufig zur Verschleierung einer Kindstötung herangezogen wurde. Sie ist aber - außer, wie gesagt, im Fall von Alkohol- oder Drogenkonsum - nicht von Fakten gedeckt.

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