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Stationäre Geburt von Alexander im Krankenhaus
Am Donnerstag, den 15. Februar 2001, wachte ich um 2.30 Uhr mit
leichten Wehen auf.
Schlafen konnte ich dann nicht mehr, wohl mehr vor Aufregung als
vor Schmerzen -
Heute kommt mein Baby (dachte ich damals)! Meinen Mann habe ich
ganz normal zur Arbeit geschickt, die Wehen waren ja noch unregelmäßig
und der Abstand wurde auch nicht weniger.
Vormittags lief dann Fruchtwasser aus. Ich habe sofort meinen Mann
angerufen, der
dann mit mir ins Krankenhaus fuhr. Das Krankenhaus ist sehr beliebt
zum Entbinden und
auch überregional bekannt. Es ist das Gemeinschaftskrankenhaus
Herdecke, mit Kinder-
Intensivstation im Haus. Ich hatte einen Rucksack mit Sachen dabei,
die ich unter der Geburt gebrauchen könnte (dicke Socken u.ä.)
und einen Koffer für den Krankenhausaufenthalt, aber eigentlich
wollte ich eine ambulante Geburt.
Im Krankenhaus haben sie mich dann erst mal untersucht, der Muttermund
war noch vollständig geschlossen. Dann haben sie mich erst
mal rumlaufen lassen, und ab und zu untersucht und ein CTG gemacht.
Das ging so weiter bis Freitag, ohne großartige Veränderungen
- die Wehen wurden nicht mehr und nicht weniger, der Muttermund
ging nicht weiter auf. In der Nacht hatten wir Gott sei Dank ein
Einzelzimmer, die Frau, mit der ich das Zimmer teilte, bekam ihr
Baby in der Nacht im Kreißsaal. Schlafen konnte ich (und mein
Mann dann auch) nicht, weil die Wehen zu schmerzhaft waren. Die
zweite Nacht mit fast keinem Schlaf. In den Kreißsaal konnten
wir auch nicht, der war noch belegt. Als sich Freitag immer noch
nicht viel getan hatte - der Muttermund war jetzt 2 cm auf, sind
wir schließlich in den Kreißsaal gekommen. Die Wehen
wurden immer stärker, aber es tat sich immer noch nicht viel,
das war das Schlimmste daran! Die Wehen sind schmerzhaft, aber sie
sind für etwas gut, nur bei mir tat sich nichts. Das machte
das Ganze noch schmerzhafter, weil ich auch die Hoffnung verlor,
dass die Wehen etwas bewirkten. Mittlerweile dachte ich gar nicht
mehr viel an mein Kind, ich wollte einfach, dass die Schmerzen aufhören.
Dann habe ich Akupunktur gekriegt, die leider nicht wirkte. Also
folgte schließlich ENDLICH eine PDA mit Wehentropf! Welch
eine Wohltat, nun konnte ich mich entspannen und auch ein wenig
schlafen. Alle zwei Stunden wurde die PDA nachgespritzt.
Um ca. 10 Uhr am Samstag sagten sie dann, das Kind müsse jetzt
raus... Der Muttermund war vollständig geöffnet und ich
als die PDA abgeklungen, hatte ich Presswehen. Die nützten
aber wieder nicht viel, weil Alexander nicht tief genug im Becken
lag. Also wurde der Chefarzt mit der Saugglocke angefordert. Der
Arzt hat gezogen, ich hab gepresst. Die Presswehen fand ich übrigens
das Beste an der Geburt, endlich konnte ich etwas tun! Dann sagte
der Chefarzt, noch eine oder zwei Wehen, dann wäre es vorbei.
Da habe ich gedacht, nein, nicht noch eine Wehe und ganz stark gepresst...
So wurde Alexander geboren, am 17.02.2001 um 11.35 Uhr, mit 48,5
cm und 3.160 g.
Janina, Dezember 2003 |